Brandherd Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaumbrand

Kerzen und Tannengrün sind Zeichen der Gemütlichkeit - aber diese steigern auch die Brandgefahr

Alle Jahre wieder! Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Gemütlichkeit. Kerzen, Tannenreisig, Adventskränze und Weihnachtsbäume sind Synonyme dieser Gemütlichkeit. Allerdings sind sie auch Brandquellen, gerade in Kombination miteinander. Im Dezember haben Wohnungsbrände somit auch Hochkonjunktur. Rund 12.000 Brände registrierten die Versicherer allein im Dezember 2011. Das sind fast 40 Prozent mehr als in den restlichen Wintermonaten. Gefahrenquellen Nummer eins:

  1. Weihnachtsbäume mit echten Kerzen und/oder Wunderkerzen sowie
  2. Adventskränze auf dem Tisch mit Kerzen.

Was tun wenn der Weihnachtsbaum brennt? Hier erfahren Sie Tipps, wie Sie das Brandrisiko reduzieren können, damit die Weihnachtszeit nicht nur besinnlich, sondern auch sicher ist.

Ein trockener Weihnachtsbaum benötigt ca. 4 – 10 Sekunden, bis er vollkommen in Flammen steht. Löschversuche sind dann meistens vergebens. Noch gefährlicher ist es, wenn es sich um einen Christbaum aus Kunststoff handelt, denn gerät dieser in Flammen, breiten sich innerhalb von Sekunden giftige Rauchschwaden aus, die beim Einatmen innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen können. Da bleibt erst recht keine Zeit zum Wasser holen. Das eigene und das Leben andere muss dann schnellstmöglich in Sicherheit gebracht werden. Die Brandverhütung und der Brandschutz müssen daher oberste Priorität haben, vor allem dort, wo echte Kerzen zum Einsatz kommen.

Brände vorbeugen

Werden ein paar einfache Regeln im Umgang mit offenem Licht und Weihnachtsdekoration befolgt, lassen sich Wohnungsbrände effektiv vermeiden. Der wichtigste Grundsatz wird jährlich gebetsmühlenartig von den Feuerwehren und anderen Brandschutzexperten wiederholt:

  • Lassen Sie Kerzen nicht unbeaufsichtigt! Gerade wenn Kinder oder Haustiere in der Wohnung sind, die Kerzen aus Versehen umstoßen könnten.
  • Mit stabilem Weihnachtsbaumständer den Weihnachtsbaum vorm umkippen bewahrenSorgen für einen sicheren Stand! Gerade bei Familien streifen die Kinder beim umhertollen die ausladenden Zweige des Weihnachtsbaumes. Stellen sie u.a. mit einem stabilen Weihnachtsbaumständer sicher, dass dieser nicht umkippen kann! Schlimmstenfalls fällt er auf die brennenden Kerzen des Adventskranzes o.ä.. Der Teufel ist ein Einhörnchen – man kann sich gar ausdenken, wie dumm eine Situation ablaufen kann.
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Zuletzt aktualisiert am 07.12.2017 um 15:55 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wie sie Brandursachen vorbeugen können:

  • Kerzen in Adventsgestecken oder am Weihnachtsbaum niemals ganz abbrennen lassen und mit ausreichendem Abstand zu Ästen und Zweigen anbringen!
  • Kränze nur auf nicht brennbare Unterlagen stellen!
  • Tannenreisig und Weihnachtsbaum regelmäßig mit Wasser befeuchten, um Austrocknen zu verhindern!
  • Weihnachtsbaum so spät wie möglich kaufen, damit er zum Fest nicht ausgetrocknet ist! Den Weihnachtsbaumständer zudem mit Wasser auffüllen, wenn ein Füllbecken vorhanden ist!
  • Den Weihnachtsbaum so aufstellen, dass er nicht umkippen kann!
  • Löschmittel bereitstellen! (Eimer mit Wasser oder besser: Feuerlöscher bzw. Feuerlöschsprays)
  • Nur Kerzenhalter aus Metall verwenden!
  • Nur elektrische Lichterketten mit VDE-Prüfzeichen (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.), CE-Zertifizierung oder TÜV-Siegel verwenden, denn auch die können Feuer fangen!

Wie schnell ein Weihnachtsbaumbrand außer Kontrolle gerät, sehen Sie hier.

Was geschieht bei einem Weihnachtsbaumbrand?

Kommt es trotz aller Vorbeugungen doch zum Brand, gilt es einiges zu beachten, denn nicht immer sind Löschversuche sinnvoll. Das Gefährliche bei einem Weihnachtsbaumbrand sind vor allem die ätherischen Öle in den Nadeln, die wie ein Brandbeschleuniger wirken. Trocknen Baum und Nadeln aus, bleiben diese Öle übrig. Im Brandfall verbrennen diese explosionsartig unter großer Hitze, was die Ausbreitung des Brandes beschleunigt. In einem geschlossenen Raum entwickelt ein Weihnachtsbaumbrand somit eine Hitze von rund 1.000 – 1200 °C.
Löschversuche sind hier lebensgefährlich! In diesen Fällen sollte man sich schleunigst in Sicherheit bringen, wenn möglich, Fenster und Türen des betroffenen Raumes schließen und die Feuerwehr rufen.

Was tun, wenn der Weihnachtsbaum oder Adventskranz brennt?

Wenn überhaupt, sind solche Brände durch Laien nur in der Entstehungsphase löschbar. Wer erst einen Eimer holen und diesen mit Wasser füllen muss, kann den Löschversuch gleich abbrechen, denn so viel Zeit bleibt nicht. Seien Sie daher auf Brände vorbereitet!

Den Adventskranz löschen

Nicht zu empfehlen sind Löschversuche mit 'irgendwelchen' Decken! Also z.B. mit der geliebten Kuscheldecke auf dem Sofa. Denn solche Decken enthalten häufig brennbare Materialien und stehen selbst sofort in Flammen.
Für einen Tischbrand können sie aber extra Löschdecken verwenden! Zur Handhabung schauen Sie sich das obige Video an (ab Minute 1:26). Legen Sie sich eine solche Löschdecke in die Nähe griffbereit.

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Den Weihnachtsbaum löschen

Ein Feuerlöscher ist das mindeste, was sie bereithalten sollten, da man mit diesen gezielte und mehrfache Löschversuche unternehmen kann. Außerdem sorgt das Löschpulver für eine effektive Brandbekämpfung.
Ja, viele finden einen großen Feuerlöscher als unhandlich. Für diesen Fall eigenen sich auch Feuerlöschsprays. Die Handhabung ist denkbar einfach (zu bedienen wie jede Sprühdose), dafür ist die Löschmittelmenge geringer. Einzusetzen wirklich nur für kleinere, entstehende Brände.

Diese Löschmethode funktioniert natürlich nur, wenn sie direkt vor Ort sind, denn nur so können sie schnell genug reagieren. Ist der Brand bereits fortgeschritten bringen sie sich in Sicherheit und rufen sie die Feuerwehr!

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Rauchmelder für ein sicheres Weihnachtsfest

Ein großes Problem ist, wenn sie den Brand nicht sofort mitbekommen, da sie nicht im selben Raum sind. Bspw. befinden sie sich in der Küche und haben keinen Blick auf den Adventskranz bzw. den Weihnachtsbaum. Rauchmelder können in diesem Fall ihr Lebensretter sein – gerade in der Weihnachtszeit, wenn es beim Ausbruch eines Brandes um Sekunden geht.
Auch deshalb besteht in den meisten Bundesländern bereits eine Rauchmelderpflicht. Denn diese kleinen Geräte reagieren je nach Bauart sowohl auf Rauch als auch auf das grelle Licht des Feuers und alarmieren die Bewohner umgehend über die Gefahr. Im Brandfall kann damit wertvolle Zeit eingespart werden. Die „Sulzburger Studie zur Einführungspflicht von Rauchwarnmeldern“ bestätigt, dass dort, wo Rauchmelder installiert wurden, die Zahl der Brandtoten bis zu 82 Prozent reduziert werden konnte!

Brandschutztipps für die Feiertage

Das Team von rauchmeldungen.de wünscht ihnen schöne und sichere Festtage!

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